Discography Details

ERIC SCHAEFER DEMONTAGE
DEMONTAGE

daniel erdmann:
tenor saxophone, baritone saxophone
michael thieke:
clarinet, alto clarinet, alto saxophone
michael anderson:
trumpet
johannes fink:
bass
eric schaefer:
drums
recorded 15.06.2001 by hrolfur vagnsson
design alexander schmidt
jazzhausmusik/köln (D) 2002
www.jazzhausmusik.de
01 dina3 (schaefer) 4:33
02 könnt‘ ich sie trinken, ich wollt‘ an ihr ersticken (schaefer) 8:49
03 kammerflirren (schaefer) 1:20
04 le binz (erdmann) 6:34
05 jerry (schaefer) 3:58
06 pose nude (schaefer) 7:14
07 groschenotto (demontage) 3:33
08 passacaglia (demontage) 3:16
09 jona (demontage) 1:20
10 flyjam (schaefer) 5:03
11 ladenball (schaefer) 2:08

Press

Das Label JazzHausMusik, das in Köln und Umgebung beheimatet ist, hat mittlerweile rund 125 Veröffentlichungen auf dem Gewissen. Wenn man versuchen sollte, eine gemeinsame ÐBeschriftung für all diese Arbeiten zu finden, so wäre dies sicher musikalische Weitsicht und ein unvorhersehbarer künstlerischer Ausdruck, der jedes Mal wieder überrascht. Das gilt auch für die letzten sieben Veröffentlichungen, die jede für sich etwas Einzigartiges darstellen. Bei dem Schlagzeuger Eric Schaefer treffen wir auf facettenreiche Musik, die in ihrer innersten Substanz auf mitreißende Weise dekonstruktivistisch ist. Schaefer und seine herausragenden Musiker, der David Murray-beeinflusste Tenorsaxofonist Daniel Erdmann, der Klarinettist Michael Thieke sowie Michael Anderson an der Trompete und Johannes Fink am Bass, vereinen in ihrem ganz eigenen Stil Einflüsse von Mingus, Dolphy und dem Art Ensemble of Chicago, lösen diese Einflüsse auf, um dann die Fäden wieder zusammenzuführen zu einer organischen Musik, die vor Kraft nur so kocht. Klänge wie aus einem aufrührerischen Hundezwinger vermitteln den Eindruck von scheinbarem Chaos, drücken jedoch eine eigene innere Logik aus. Die Musik ist so kraftvoll auch durch die Stärke ihrer Solisten.
JAZZ SPECIAL (DK)

Schräge Collagen-Demontage begeisterte als Gast des Vereins Jazzwerk das Publikum im vollen Dansarts mit ihrem unbeschwerten Mix aus Jazz, Rock, Funk, HipHop und Neuer Musik.
Vor gut zwei Jahren gastierte das Trio Nickendes Perlgras in Ulm. Dieses Projekt war der Nukleus des nachfolgenden Projekts des Schlagzeugers Eric Schaefer, dem er den Namen „Demontage“ gab. Neben Schaefer stammen aus den „Perlgras“-Zeiten der gebürtige Amerikaner Michael Anderson, und Altsaxophonist und Klarinettist Michael Thieke. Zum Quintett „Demontage“ erweitert sich die Band mit Johannes Fink am Kontrabass und Daniel Erdmann am Bariton-und Tenorsaxophon. Die meisten Kompositionen stammen aus der Feder des Bandleaders Schaefer, der von Tim Berne und Charles Mingus beeinflusst wurde. In den Stücken verbinden sich virtuos die diversen Stilelemente von Rock, HipHop, Hardbop, Free Jazz und Neuer Musik zu einer zuweilen schrägen, machmal auch lyrischen Soundcollagen. Weil das Quintett aus der Hauptstadt Berlin kommt, gaben die Musiker dem Ganzen frech den Namen „Metropolenjazz“. Und schon war einen neue Stilschublade geboren. „Demontage „ lässt ineteressante Klanglandschaften entstehen, in denen mit abrupten Rhythmus-und Dynamikwechseln gespielt wird. Dabei sind grosse Teile durchkomponiert, obwohl sie wie frei improvisiert klingen. Die fünf individualisten spielen brilliant und facettenreich, aber die grossartigsten Momente entstanden in einzelnen Duo-oder Triopassagen. Als Beispiel seien die Stücke „Din-A-3“, „A leggiera“ oder „Always keeping the question“ genannt, wobei sich besonders Daniel Erdmann auf dem Baritonsax und Michael Thieke auf der Altklarinette in Duetten mit dem Bass oder in Erweiterung mit dem Schlagwerk herausragten. Dabei stand immer wieder der erstklassige Schlagzeuger Eric Schaefer mit seiner feinfühlig untermalenden und falls geboten auch geradlinig rhythmische Arbeit im Mittelpunkt.
SÜDWESTPRSSE (D)